Japan Wissensquiz ᐅ alles über Arbeiten, Studien und Leben in Fernost


Du planst deine Urlaubsreise nach Japan oder gar einen längeren Aufenthalt in Fernost? Egal ob du dort an einem Studium interessiert bist oder einer beruflichen Tätigkeit nachgehen möchtest, ier findest du alle wichtigen Informationen rund um den Inselstaat.

Wissenswertes über Japan

Japan ist ein aus fast 4000 Inseln bestehender Staat, der an der Pazifikküste Ostasiens liegt. Die Länge der Inselkette beträgt 2.600 km, die Küstenlänge aller Inseln liegt bei 30.000 km. Die 4 Hauptinseln sind Hokkaido, Honshu, Kyushu und Schikoku. Die Hauptstadt ist Tokio, welche auf Honshu liegt. Die heimische Bezeichnung für Japan ist Nippon, was „Land der aufgehenden Sonne“ bedeutet. Das ehemalige Kaiserreich ist seit 1947 eine parlamentarische Monarchie. Japan ist mit seinen 127 Mio. Einwohnern ein sehr dicht besiedeltes Land und gehört zu den führenden Wirtschaftsmächten.

Geographie des Landes

Über 70% des Landes sind mit Gebirgen bedeckt. Der höchste Berg ist der Fuji-san auf der größten Insel Honshu. Seine Höhe misst 3.776 m. Aufgrund der vielen Gebirgslagen und dem Mangel an Flachland werden die Berghänge für den Terrassenfeldbau genutzt.

Ebenfalls auf der Insel Honshu befindlich, verläuft der längste Fluss Japans, der Shinano, mit einer Länge von ca. 369 km. Der größte See ist der Biwasee mit einer Fläche von 670 km². Japan liegt auf einer Verbindungsstelle von 4 tektonischen Platten. Diese aktive Zone ist der Auslöser für die vielen Erdbeben, die Japan regelmäßig erschüttern.

Klima und Vegetation

Die japanischen Inseln werden von drei Klimazonen geprägt. Das Klima auf Hokkaido, der nördlichsten Hauptinsel, ist eher kühl. Die drei südlicher gelegenen Hauptinseln weisen im Gegensatz dazu ein warmgemäßigtes Klima auf. Die Temperaturen auf den Nansei-Inseln weit im Süden liegen im subtropischen Bereich. Im Sommer sind die Temperaturen auf allen Inseln, also auch im Norden, recht hoch. Im Winter sind landesweit deutliche Unterschiede zu verzeichnen, so können Temperaturen von Norden bis Süden zwischen Minusgraden und angenehmen Plusgraden schwanken. Im Norden treten geringere Niederschlagsmengen auf als im Süden. Die Niederschlagsmengen nehmen insgesamt von Süden nach Norden ab.

In den subtropischen Gebieten im Süden fallen jährlich mehr als 2000 mm Niederschlag, auf Honshu jährlich noch rund 1500 mm und in Sapporo nur noch rund 1100 mm. Die meisten Niederschläge treten jedoch landesweit in den Monaten zwischen Mai und Oktober auf, wenn feuchte Luftmassen des Pazifiks vom Südostmonsun ins Land getrieben werden. Starkregen und Taifune muss man meist im Frühjahr und späten Herbst fürchten. Die auf dem Pazifik entstehenden Wirbelstürme ziehen jedoch meist an Japan vorbei oder streifen das Land am Rande.                                                                                                

Ein Großteil des Landes wird von Gebirgen beherrscht. Diese sind jedoch dicht bewaldet. Die Vegetation Japans wird von den verschiedenen Klimazonen geprägt. Im Norden Hokkaidos wachsen Nadelwälder, Richtung Süden prägen Misch- und Laubwälder die Landschaft. Noch weiter südlich kommen Eichen und andere Gewächse hinzu. Der Süden Japans wird von Laubwäldern und Bambus dominiert.

Sicherheit und Einreisebestimmungen

Japan ist in Sachen Kriminalität ein sehr sicheres Land. Egal ob Mann oder Frau, selbst nachts kann man sich ohne Bedenken in dem Land bewegen. In großen Menschenmengen sollte man dennoch auf Taschen und Wertgegenstände Acht geben. Die Polizei in Japan ist überall zu finden, egal an welchem Ort man sich aufhält. Die meisten Polizisten sprechen jedoch kein Englisch, was zu sprachlichen Barrieren führen kann. Die Japaner sind dennoch sehr hilfsbereit, sodass man immer auf Hilfe hoffen kann, auch wenn man der japanischen Sprache nicht mächtig sein sollte. Von den örtlichen Naturphänomenen geht daher ein höheres Gefahrenpotenzial aus als von den Einwohnern. Effiziente Warnsysteme lassen die Menschen sich jedoch rechtzeitig vorbereiten und gefährdete Gebiete meiden. Architektonisch ist das Land gut auf Erdbeben eingestellt, wirklich gefährliche Beben treten nur selten auf. Für Touristen empfiehlt es sich, auf taifunreiche Monate, sprich von Juni bis November, zu achten. Zudem warnt das Auswärtige Amt noch immer vor Reisen in die Gebiete rund um das Kernkraftwerk Fukushima im Nordosten der Insel Honshu. 

Deutsche Bürger benötigen für die Einreise einen gültigen Reisepass. Der Personalausweis ist als Ausweisdokument nicht ausreichend. Für einen Aufenthalt von über 180 Tagen wird zudem ein Visum benötigt. Für länger Reisende oder Personen, die einer Arbeitstätigkeit oder einem Studium nachgehen möchten, gilt die Visumspflicht. 

Studieren und Arbeiten in Japan

Die Japanische Regierung möchte die Zahl der internationalen Studierenden bis zum Jahr 2020 verdreifachen. An dem dazu initiierten Projekt nehmen bereits einige japanische Universitäten teil, die von der Regierung angehalten werden, internationale Kontakte auszubauen. Das Thema Bildung hat in Japan einen hohen Stellenwert. Das japanische Hochschulwesen hat sich im Laufe ihrer Entstehung an den westlichen Hochschulen orientiert. Westliches Wissen wurde gelehrt, was das Land stetig modernisierte. Heute existiert eine Vielzahl an Universitäten oder hochschulähnlichen Institutionen. Die wichtigsten unter ihnen bilden die privaten Bildungseinrichtungen, welche in der Regel internationaler und auf bestimmte Fachbereiche ausgerichtet sind. Das größte Problem für ausländische Studierende stellen jedoch die sprachlichen Barrieren dar. Die meisten Studiengänge werden nur in japanischer Sprache angeboten, ein Sprachkurs ist daher für viele Studierende oft unabdingbar. Im Rahmen von Austauschprogrammen bieten einige wenige Hochschulen auch englischsprachige Studiengänge an. Wer jedoch an einem Studium in Fernost interessiert ist, muss erst den sehr anspruchsvollen University Entrance Examination Center Test bestehen. Zusätzlich müssen internationale Bewerber einen Aufnahmetest, den Examination for Japanese University Admisson for International Students, bestehen. Dieser wird jedes Jahr in Tokio und Osaka von der Association for International Education, Japan organisiert. Doch darüber hinaus können die Kandidaten noch weiteren Prüfungen an einigen Hochschulen begegnen. Weiterhin muss eine mindestens 12-jährige Schulbildung nachgewiesen werden, was in etwa dem (Fach)abitur entspricht. Die Zulassung zum Master erfordert ein vierjähriges Undergraduate-Studium. Studierende, die nur ein oder wenige Semester im Ausland studieren möchten, müssen meist nur einen Spracheinstufungstest absolvieren.

Japan ist eine hochindustrielle, freie Marktwirtschaft. Die Schwerpunkte liegen in der Forschung von Hochtechnologien und dem internationalen Handel. Bisher gibt es jedoch nur wenige ausländische Arbeitskräfte auf dem Inselstaat. Großunternehmen tendieren aber immer mehr dazu, auch Ausländer einzustellen. Gute Jobaussichten haben Ingenieure, IT-Spezialisten und sonstige technische Experten. Auch interessant für Bewerber sind der Finanzsektor und der internationale Handel. Doch für alle beruflichen Tätigkeiten sind gute bis sehr gute sprachliche Fähigkeiten Voraussetzung.

Japan - das Land der aufgehenden Sonne

Kaum ein Land weiß so zu faszinieren wie Japan. Viele westliche Reisende erfahren einen wahren Kulturschock im Land des Lächelns. Die Japaner sind sehr höflich und sind auch Touristen gegenüber sehr hilfsbereit. Harmonie steht bei den Japanern an oberster Stelle, der Gemeinschaftssinn wird schon früh geprägt. Auch typisch für das Land ist die in den Städten allgegenwärtige Beengtheit. Gerade in öffentlichen Verkehrsmitteln ist dies zu spüren, wobei dies aufgrund der trotzdem herrschenden Ruhe kaum stört. Zu der japanischen Kultur gehören auch die sehr guten fernöstlichen Speisen. Von leichter Kost in traditionellen Restaurants bis zu deftigem Essen an Imbissen. Die japanische Essenskultur ist sehr vielfältig und sicherlich auch gewöhnungsbedürftig. Dennoch sollte nicht gescheut werden, das ein oder andere zu probieren. 

Fazit

Japan ist und bleibt immer eine Reise wert, die der westlichen Welt fremde Kultur bietet viele Überraschungen. Touristen können sich mit der englischen Sprache gut zurechtfinden. Personen, die an einer beruflichen Tätigkeit oder an einem Studium interessiert sind, sollten die japanische Sprache gut bis sehr gut beherrschen können. Große Firmen bieten Ausländern gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt und durch die von der Regierung geförderten internationalen Kontakte der Hochschulen, sind ausländische Studierende sehr willkommen.


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